Das hat viele Einflüsse. Es beginnt beim Kauf einer Zuchtkatze, welche mehr ausmacht als nur den Preis, den man dem Züchter bezahlt. (Dieser beträgt für eine Zuchtkatze übrigens zwischen 2300€ und 4500€.) Man muss den Transport, erneute Gesundheitschecks, Ausstellungen, die man üblicherweise mehrmals besucht, um sicherzustellen, dass die Katzen auch wirklich dem Rassestandard entsprechen, und noch einiges mehr einrechnen. Für mich ist es am wichtigsten, dafür zu sorgen, dass alle meine Katzen und Kitten gesund sind. Um das zu erreichen, bekommen unsere Katzen nur das beste Futter (99% Fleisch), werden regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt, jährlich geimpft usw. Bevor man eine Katze überhaupt zur Zucht „verwenden“ kann, muss man bestimmte genetische Krankheiten, wie HCM oder PKD, ausschließen können. Das wird bereits vor der ersten Deckung, mit ca. einem Jahr, mit einem DNA-Test und einer Ultraschalluntersuchung (die dann jährlich stattfindet) gemacht. Ebenso wird während der Schwangerschaft zumindest ein Ultraschall, manchmal auch ein Röntgenbild, gemacht, was einerseits die Schwangerschaft bestätigen soll und in manchen Fällen sicherstellen soll, dass es den Kleinen im Bauch gut geht.
Zu dem kommen nicht zu unterschätzende Kosten für Kratzmöbel, Putzmittel, Katzenstreu und jegliche Dinge, die die Kitten spielerisch zerstören, hinzu. Jedoch darf man nicht nur die Zeit, in der die Kitten bei mir sind, einrechnen. Die Elternkatzen (in meinem Fall nur die Mamas) brauchen die restliche Zeit ohne Kitten genauso Futter, tierärztliche Untersuchungen, Katzenstreu, etc. Und alleine der Zeitaufwand, der im Aufziehen der Kleinen steckt ist beträchtlich, wenn man bedenkt, dass das im Endeffekt doch nur ein Hobby mit Negativbilanz ist.
Des Weiteren heißt es nicht, dass alles, nur weil die Katze theoretisch zur Zucht geeignet ist, auch perfekt verläuft. Notfallfahrten in die Klinik an Sonntagen oder Feiertagen kosten nicht nur Nerven sondern auch gleich mehr Geld. Zudem verlaufen die Dinge oft nicht so, wie man sie geplant hat. Die Katzen werden möglicherweise trotz der Deckung nicht schwanger, was erneute Deckungen (und Untersuchungen) erfordert, Geburten können enormen Stress bedeuten, Kitten können dem Tode nahe geboren werden, was ebenfalls wieder in außerordentlicher tierärztlicher Behandlung und Behandlung zuhause für die betroffenen Kitten resultieren kann. Es müssen jedoch nicht nur die Kitten betroffen sein, auch erwachsene Katzen können krank werden und die ganze Gruppe anstecken, was in enormen Tierarztkosten enden kann. Es gibt so viele Faktoren, die in den Preis einer Katze einfließen, und trotzdem verdient man nichts dabei. Alle Einkünfte werden wieder für die Katzen ausgegeben.